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5 Trends in der Online Casino Branche – Wohin geht der Weg der Online Casinos?

Der neue Glücksspielstaatsvertrag steht vor der Tür, und nicht zu Unrecht fragt sich eine ganze Branche, was sie davon halten soll. Es wird viele Veränderungen geben, davon einige die aus der Sichtweise der Branche eigentlich eher negativ sind. Das grundsätzlich die Online Casinos in Deutschland endlich ein legales Angebot ermöglichen können und nicht mehr in einer Grauzone agieren wird durchwegs positiv bewertet, aber es gibt eben auch Schattenseiten auf der Medaille. Die wichtigsten Taktgeber der Branche werden auf die Veränderungen reagieren, wohl wissend, dass viele der Veränderungen im Endeffekt wieder auf eigentlich illegale Angebote herauslaufen.

Trend 1: Die Übergangsregelung umsetzen, oder eben nicht

Seit dem 15.10.2020 haben Online Casino Anbieter die Möglichkeit sich vorab für den deutschen Markt eine Duldung zu erwirken. Das bedeutet noch nicht, dass eine Lizenz erworben wird. Folglich handeln noch immer alle Online Casinos ohne deutsche Lizenz, allerdings werden sie und ihre Angebote vom Staat offiziell geduldet. Dazu müssen sie allerdings eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen. Diese sorgen dafür, dass das Glücksspiel für viele Spieler aus Deutschland leidlich unattraktiv wird. Aus diesem Grund suchen schon heute Spieler aus Deutschland vermehrt die Angebote auf, die ohne Lizenz in Deutschland agieren und dementsprechende Angebote offerieren. Der Markt ist in Deutschland rein durch die Anzahl der potenziellen Kunden, aber auch durch die zu erwartenden Limits starke eingeschränkt und deswegen für viele Online Casinos sehr unattraktiv. Diese verdienen einfach mehr, wenn sie ihre Angebote nicht nach den Anforderungen der Übergangsregelung ausrichten.

Trend 2: Langsamere Slots um das Angebot attraktiver zu machen

Die neuen Regeln besagen auch, dass zwischen den Spins eine 5-Sekunden-Verzögerung stattzufinden hat. Dadurch soll gewährleistet werden, dass der Spieler immer die volle Kontrolle über seinen Kontostand hat und adäquat reagieren kann. Viele Entwickler stellt das nicht vor ein Problem, aber für die Anbieter ist das natürlich ein Ärgernis. Denn fünf Sekunden, in denen nichts geschieht, kosten dennoch Geld. Deswegen stehen wiederum die Entwickler in der Pflicht. Der Trend geht ganz klar zu sehr langsamen Slots und Automaten. Dadurch soll eben diese Regelung vermieden werden können. Die Wartezeit wird dann einfach überbrückt und das Argument, dass der Spieler sein Geld nicht mehr unter Kontrolle haben könne fällt endgültig weg. Ob das der Gesetzgeber allerdings genauso sehen wird, ist derzeit noch mehr als fraglich. Dennoch wird die Branche auch hier reagieren und entsprechende Versuche starten.

Trend 3: Live Casinos werden zum Risiko

Der neueste Clou war die Übernahme von NetEnt durch Evolution Gaming. Dadurch konnte das Unternehmen einen großen Anteil an dem Live Casino Bereich für sich sichern. Doch in Deutschland hat das kaum positive Auswirkungen. Denn hier sind nach der aktuell gültigen Übergangsregelung die Live Casinos noch immer verboten. Auch der neue Glücksspielstaatsvertrag bietet hierfür nur eine unzureichende Grundlage. Dazu kommen künftige Einzahlungsbeschränkungen, die das Angebot für die Casinos sehr unattraktiv und kostenintensiv machen. Auch deswegen verzichten viele Anbieter derzeit darauf eine Duldung in Deutschland zu erlangen. Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Ertrag und machen die Live Casinos mehr als unattraktiv für die großen Casino-Anbieter. Wie sich die Sachlage hier noch entwickeln wird bleibt abzuwarten.

Trend 4: Niedrigere Boni

In der Zukunft können Kunden aus Deutschland, die in einem in Deutschland lizenzierten Casino spielen wollen vermutlich mit deutlich niedrigeren Boni rechnen. Der Wert der einzelnen Kunden wird durch die Einzahlungsbeschränkung deutlich gemindert. Wenn, wie erwartet, der maximale monatliche Betrag bei 1.000 Euro liegt, können die Casinos natürlich keinen Willkommensbonus mehr anbieten. Das rechnet sich in diesem Fall nicht und es ist zudem auch noch keinerlei gesetzliche Regelung zu den Boni absehbar. Die meisten werden deswegen auf Sicherheit gehen und die Boni so gering wie möglich halten. Ein gutes Vergleichsland ist hier Schweden. Dort sind alle Willkommensboni auf maximal 10,00 Euro beschränkt. Ähnlich wird es sich auch in Deutschland verhalten, und ganz allgemein wird die Zahl und die Verfügbarkeit der Boni bei Anbietern mit einer in Deutschland gültigen Lizenz stark zurückgehen.

Trend 5: Raus aus Deutschland!

Das ist drastisch formuliert, aber wer als Online Casino Anbieter langfristig in das Geschäft einsteigen möchte oder erfolgreich sein will, der wird sich eher aus dem Markt in Deutschland zurückziehen. Klar, man kann durch die EU-Gesetzgebung noch immer Kunden in Deutschland an sich binden. Aber wie lange das noch gut geht und welche Konsequenzen sich dann für das Angebot ergeben, steht derzeit noch in den Sternen. Kurzfristig ist es nur für wenige Anbieter interessant, eine Lizenz in Deutschland zu erwerben. Kritiker sprechen hier bereits von einer bewussten Marktzugangsbeschränkung und sehen das gesamte Konstrukt des neuen Glücksspielstaatsvertrags in Gefahr. Die Branche wird sich langfristig überlegen müssen, ob es sich lohnt, in Deutschland zu investieren. Gerade für neue Anbieter dürfte der Marktzugang sehr unattraktiv und mühsam werden. Auch die bereits bekannten Anbieter überlegen sich sehr genau, ob es sich in der Zukunft lohnt in Deutschland eine Lizenz zu erwerben. Für viele dürfte es die einfachere Lösung sein auf Investitionen in diesem Bereich zu verzichten. Auch, wenn dadurch der Unwille der Bundesregierung erregt wird.

Unternehmensgewinne kontra Spielerschutz

Hinter der Übergangsregelung und ebenso hinter dem neuen Glücksspielstaatsvertrag stehen vor allem zwei Gedanken: Auf der einen Seite sollen die Gewinne der Kunden abgesichert werden. Auf der anderen Seite muss durch das neue Regelwerk der Spielerschutz seitens der Anbieter effektiver umgesetzt werden. Dass hier teilweise über die Grenze hinausgeschossen wurde, liegt bei der politischen Intension, mit der Diskussionen geführt wurden, teilweise auf der Hand. Die Einzahlungsbeschränkungen, die zu erwarten sind, werden den Markt in Deutschland sehr klein gestalten und tragen massiv zu den Sorgen der Branche bei. Von einem freien Markt kann keine Rede sein, wenn die Kunden maximal 1.000 Euro im Monat einzahlen können. Das lohnt sich gerade in dem sehr volatilen Bereich der Online Casinos in der Regel nur selten. Die Umsetzung einer zentralen Sperrdatei, die eine unkomplizierte Selbstsperre oder Fremdsperre ermöglicht, ist hingegen kein Problem und wird von der Branche sogar ausdrücklich begrüßt. Auch dass die Gewinne dann mehr oder weniger staatlich garantiert werden, ist eine gute Tatsache und wird von der Branche sehr positiv gesehen. Denn so profitieren die Online Casinos von einem besseren Angebot und die Kunden von einer erhöhten Sicherheit.

Fazit: Im Prinzip schreibt der Glücksspielstaatsvertrag den Status Quo fest

Demgegenüber stehen aber die starken Marktzugangsbeschränkungen, denen die Anbieter unterworfen werden. Viele in der Branche haben den Eindruck, dass hier ganz bewusst daraufgesetzt wird, das Angebot so unattraktiv wie möglich zu gestalten und so die in den EU-Verträgen festgelegte Dienstleistungsfreiheit massiv einzuschränken. Es profitieren eigentlich nur Anbieter von den Regelungen, die eh schon in Deutschland tätig sind. Für neue Unternehmen wird es enorm schwer, einen Zugang zu den Märkten zu finden. Sie müssen sich gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen, und zusätzlich noch mit hohen Einschränkungen rechnen.

Das gibt Grund zur Sorge und die Branche sieht hier vor allem ihre Möglichkeiten eingeschränkt. Wenn diese Anbieter nun ihre Casinos in der EU betreiben, und ein Kunde aus Deutschland gewinnt ist der Status Quo so wie er bisher war wiedergegeben. Der Kunde bewegt sich in einer Grauzone, und das Casino ebenfalls. Beide müssen zu jeder Zeit mit Sanktionen rechnen, obwohl sie nach EU Recht eigentlich nichts Illegales getan haben. Das ist sehr ärgerlich und macht die eigentlich guten Absichten der neuen Regelungen obsolet und unsinnig. Hier steht der Gesetzgeber in der Pflicht und sollte schleunigst nachbessern.

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