PayPal zieht sich in Deutschland aus Online Casinos zurück

Nachdem bereits vor einigen Monaten der Rückzug des Zahlungsdienstleisters PayPal aus der deutschen Online Casino Landschaft begonnen hatte, wurde nun der vorläufig vollständige Rückzug angekündigt. Mit Wirkung zum 21. Oktober 2019 stellt PayPal keinen Service für Online Glücksspiele mehr zur Verfügung. Hintergrund dieser Maßnahme ist der immer noch ungeklärte rechtliche Status von Internet Spielbanken in Deutschland.

Diesbezügliche Angebote, die auf den deutschen Markt zugeschnitten sind, befinden sich in einer Grauzone und werden aktuell bestenfalls geduldet. Dieser unsichere Status ist für PayPal Anlass genug, in seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen einen Passus aufzunehmen, der „nicht legale Angebote“ von den PayPal-Services ausschliesst.

Als einziges deutsches Bundesland vergibt Schleswig-Holstein Lizenzen für Online Casinos. Diese Genehmigungen waren sämtlich zu Beginn des Jahres 2019 ausgelaufen. Im vergangenen Juni wurden diese vorübergehend verlängert, allerdings unter der Auflage, das Angebot ausschließlich auf Einwohner von Schleswig-Holstein zu begrenzen.

Sportwetten statt Casino Spiele

Vermutet wird weiterhin, dass PayPal einen legalen Einstieg in das Sportwetten Business favorisiert. Die 16 deutschen Bundesländer wollen sich im kommenden Januar auf eine Übergangslösung für diesen Bereich einigen. Offenbar können sich dann nur solche Anbieter für entsprechende Lizenzen bewerben, die nachweislich alle Verbindungen zum Online Glücksspiel gekappt haben.

Erst im Juni hatte Boris Pistorius in seiner Funktion als niedersächsischer Innen- und Sportminister einen nicht näher benannten internationalen Zahlungsdienstleister aufgefordert, keine auf den deutschen Markt zugeschnittenen Online Casino Angebote mehr zu unterstützen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass diese Warnung an PayPal gerichtet war.

PayPal-Dienste vorläufig eingestellt

Aus den genannten Gründen haben beide Seiten beschlossen, die geschäftlichen Kontakte vorerst auf Eis zu legen, um eine Klärung der Rechtslage abzuwarten. Erwartet wird eine dauerhafte Regelung Ende Juni 2021. Zu diesem Zeitpunkt ist der Abschluss von Verhandlungen auf Länderebene terminiert, der verbindliche Rahmenbedingungen für Online Wetten und Online Glücksspiel schaffen soll.

Die aktuellen Aussichten sind wenig ermutigend. Unter anderem ist von einer fünfprozentigen Steuer auf Gewinne aus Glücksspielen die Rede sowie von einer Obergrenze von eintausend Euro Einsatz pro Spieler und Monat. Allerdings haben Insider Hoffnung, dass die endgültige Vereinbarung ab 2021 deutlich attraktiver sowohl für die Plattformen wie auch für Nutzer sein werden.

LeoVegas bietet seit dem 1. September 2019 keine Ein- oder Auszahlungen via PayPal mehr an. Ähnliches gilt für andere Anbieter wie Wunderino oder DrückGlück. Leidtragende sind hierbei die Spieler, von denen ein großer Teil die Transaktionen über PayPal als komfortabel und sicher empfindet. Diese werden nun auf andere Zahlungsmethoden ausweichen müssen. Üblicherweise stehen Kreditkarten und virtuelle Geldbörsen, so genannte e-wallets, zur Auswahl. Darüber hinaus kann man mittels Debit- oder Prepaid-Karten Einzahlungen vornehmen oder aber Sofortüberweisungen oder normale Banküberweisungen tätigen. Nicht alle Methoden stehen aber gleichzeitig zur Auszahlung zur Verfügung. Zudem dauert es bei manchen einige Stunden bis hin zu ein paar Tagen, bis der Betrag auf Ihrem Kundenkonto erscheint und somit zum Spielen freigegeben ist.

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Julia
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