Mrgreen US$308 Millionen-Angebot

Britischer Online-Riese William Hill will MrGreen kaufen


Der Online-Riese William Hill, eine beliebte Kette von britischen Wettbüros, hat ein sehr hohes Angebot von 308 Millionen US-Dollar für das schwedische Casino Mr Green gemacht. Damit will die Firma ihre digitalen Geschäfte ausbauen und die Position auf dem europäischen Markt stärken. Ziel ist vor allem, die Abhängigkeit von London zu verringern, bevor in Folge des Brexit verschärfte Regulierungen im Vereinigten Königreich in Kraft treten.

William Hill will vor dem Brexit für Stabilität sorgen


Die anstehenden Brexit-Verhandlungen werden für sämtliche Buchmacher, inklusive William Hill, im Vereinigten Königreich eine Verschärfung der Vorschriften mit sich bringen. Der britische Finanzminister, Philip Hammond, verkündete beispielsweise, dass eine Erhöhung von 15 auf 21 Prozent für den Fernsteuerabzug geplant sei. Er betrifft alle Wetten, die im Ausland – sprich in Online Casinos mit Sitz in Malta und anderen internationalen Standorten – getätigt werden. William Hill will vor allem im Online-Sektor stärker werden, indem das Unternehmen in weitere regulierte Länder, wie z.B. Schweden, expandiert.

Der Geschäftsführer von William Hill, Philip Bowcock, sagte in seiner Stellungnahme, dass das Unternehmen im Zuge von Brexit eine internationale Drehscheibe außerhalb der Gibraltar Tätigkeiten aufbauen müsse. Gibraltar ist ein britisches Überseegebiet vor der Südküste Spaniens, das – ähnlich wie Malta – bei vielen Online Glücksspiel-Unternehmen vor allem aufgrund des regulierten Rechtssystems und der niedrigen Körperschaftssteuer von 10 Prozent beliebt ist. In Folge des Brexit wird auch Gibraltar, als britisches Staatsgebiet, den verschärften Regulierungen ausgesetzt sein. Außerdem besteht in Gibraltar eine sehr große Unsicherheit hinsichtlich eines anhaltenden Zugangs zum EU-Binnenmarkt nach Brexit. Mit der Übernahme von Mr Green könnte sich William Hill besagten Zugang zum europäischen Markt sichern.

Große Hoffnungen bei einem Kauf von Mr Green


Mr. Green, gegründet 2007, ist an der schwedischen Börse in Stockholm zugelassen. Das Unternehmen ist, dank der MGA (Malta Gaming Authority) Lizenz, auf dreizehn Märkten tätig. Es verfügt u.a. über Fernglücksspiellizenzen in Dänemark, Italien, Lettland, Malta, Großbritannien und Irland. Bis Ende 2018 soll auch die schwedische Lizenz erworben werden.

Das Angebot von William Hill sorgte dafür, dass die Aktien von MRG, der Muttergesellschaft von Mr Green, um 47 Prozent in die Höhe schnellten. Auch die Aktien von William Hill an der Londoner Börse stiegen um 8 Prozent. Wenn der Deal erfolgreich ist, wird William Hill u.a. mit den Marken Mr Green und Redbet des Unternehmens MRG zusammengeführt. Damit sichert sich das britische Unternehmen internationale Wachstumsmöglichkeiten auf neuen und bestehenden Märkten.

Welche Folgen hat der Deal für Casino-Spieler?


Mr Green ist einer der größten Casino-Anbieter auf dem deutschen Markt. Ein großer Anteil der Kunden stammt aus Deutschland. Das Angebot von William Hill wirft selbstverständlich Fragen zur Zukunft von Mr Green auf. Für deutsche Kunden wird sich allerdings nichts ändern, wenn der Deal zustande kommt. Die Leistungen bleiben gleich und Mr Green wird deutschen Spielern wie gewohnt die beliebten Casino-Spiele anbieten. Bisher wurde das Angebot bereits vom Vorstand der MRG sowie von Teilhabern, die insgesamt über einen Anteil von 40,04 Prozent am Unternehmen verfügen, abgesegnet. Der endgültige Deal bedarf noch der Zustimmung der MRG-Aktionäre und der Kartellbehörden. Er wird voraussichtlich im Januar 2019 fertiggestellt.

Julia
DeutscherCasinoBonus.com

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